Die Fassadendämmung gehört zu den wirksamsten Massnahmen, um Energieverluste in Gebäuden zu reduzieren. Aber wann lohnt sie sich wirklich? Wir geben einen nüchternen Überblick aus 30 Jahren Praxis.
1. Der U-Wert entscheidet
Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied verloren geht. Eine unsanierte Aussenwand aus den 1970er-Jahren hat oft einen U-Wert um 1.0 bis 1.5 W/m²K. Nach einer fachgerechten Dämmung sinkt dieser Wert auf 0.15 bis 0.20 W/m²K – eine Reduktion um 80 bis 90 Prozent.
2. Wirtschaftlichkeit
Eine Fassadendämmung kostet in der Schweiz typischerweise 100 bis 200 CHF pro m². Bei einem Einfamilienhaus mit 150 m² Aussenwandfläche sind das 15’000 bis 30’000 CHF Investition. Die jährlichen Heizkostenersparnisse liegen bei 20 bis 40 Prozent, das ergibt eine Amortisationszeit von 8 bis 15 Jahren – ohne Fördergelder.
3. Förderungen helfen
Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen unterstützt Wärmedämmprojekte mit substanziellen Beiträgen. 2024 wurden 131 Mio. CHF für Wärmedämmung ausgezahlt. Im Kanton Zürich liegen die Beiträge bei 30 bis 70 CHF pro m² gedämmte Fläche.
4. Wann lohnt es sich NICHT?
Bei Gebäuden, die in den nächsten 10 Jahren ohnehin abgerissen oder grundlegend umgebaut werden, lohnt sich eine separate Dämmmassnahme oft nicht. Auch bei sehr gut gedämmten Neubauten ist eine zusätzliche Dämmung selten wirtschaftlich.
5. Unser Tipp
Lassen Sie zuerst eine GEAK-Beratung (Gebäudeenergieausweis der Kantone) durchführen. Dort sehen Sie die wirtschaftlichsten Massnahmen für Ihr Objekt im Überblick.
Bei Fragen: Kontaktieren Sie uns – die Erstberatung ist kostenlos.


