Autor: dimitri

  • Fördergelder 2026: Maximum aus dem Gebäudeprogramm

    Fördergelder 2026: Maximum aus dem Gebäudeprogramm

    Energetische Sanierungen sind eine grosse Investition. Wer die Fördermechanismen kennt, kann 20 bis 40 Prozent der Kosten zurückerhalten. Hier unsere Praxis-Tipps für 2026:

    Das Gebäudeprogramm im Überblick

    Das Gebäudeprogramm ist ein gemeinsames Förderprogramm von Bund und allen 26 Kantonen. 2024 wurden insgesamt 528 Mio. CHF ausgezahlt, davon 131 Mio. CHF für Wärmedämmung. Im Kanton Zürich stehen jährlich rund 40 Mio. CHF zur Verfügung.

    Was wird gefördert?

    • Fassadendämmung: 40 bis 70 CHF pro m² gedämmte Fläche
    • Dachdämmung: 30 bis 50 CHF pro m²
    • Kellerdeckendämmung: 15 bis 30 CHF pro m²
    • Fensterersatz: 70 bis 100 CHF pro m² Fensterfläche
    • Heizungsersatz: 3’000 bis 8’000 CHF pauschal

    Anforderungen für Förderung

    Damit Fördergelder ausbezahlt werden, müssen bestimmte U-Werte erreicht werden. Bei Fassaden liegt der Maximalwert bei 0.20 W/m²K, bei Dächern 0.17 W/m²K, bei Kellerdecken 0.25 W/m²K. Eine fachgerechte Ausführung ist Pflicht.

    Wichtig: Antrag VOR Arbeitsbeginn

    Der häufigste Fehler: Eigentümer beauftragen die Arbeiten und stellen den Förderantrag erst später. Das wird abgelehnt. Der Antrag muss vor dem Baubeginn eingereicht und genehmigt sein.

    Steuerlich nutzbar

    Zusätzlich zu den Fördergeldern können Sie energetische Sanierungen über die Steuererklärung abziehen, in den meisten Kantonen bis zu 50 Prozent der Investitionssumme im Sanierungsjahr.

    So unterstützen wir Sie

    Wir helfen bei der gesamten Antragstellung: U-Wert-Berechnung, Materialnachweise, Förderantrag, Bestätigungen nach Ausführung. Eine schriftliche Offerte enthält bei uns immer eine Förderkalkulation.

    Erstberatung kostenlos: Anfrage senden

  • Kälteschutz in Technikzentralen: 7 Dinge aus der Praxis

    Kälteschutz in Technikzentralen: 7 Dinge aus der Praxis

    Industrie-Isolation ist anders als Wohnungsbau. Hier zählen Materialwissen, Detail-Präzision und Geduld. Sieben Erkenntnisse aus Projekten in Technikzentralen, Heizzentralen und Industriebauten:

    1. Geschlossenzellige Dämmstoffe sind Pflicht

    Bei Kälteleitungen unter Umgebungstemperatur muss die Dämmung diffusionsdicht sein. Sonst entsteht Kondensat in der Dämmung, die Dämmung verliert ihre Wirkung und fängt zu rotten an. Synthetischer Kautschuk (z. B. Armaflex) ist hier Standard.

    2. Dämmstärken nach SIA 384/1

    Die SIA-Norm 384/1:2022 gibt klare Mindestdämmstärken vor. Wir orientieren uns immer an diesen Werten und gehen oft darüber hinaus, denn die zusätzlichen Millimeter rechnen sich über die Lebensdauer der Anlage.

    3. Armaturen sind die Schwachstelle

    Pumpen, Ventile, Flansche und Bögen sind oft die Stellen, an denen Energieverluste entstehen. Wir fertigen massgeschneiderte Dämmkapseln, die abnehmbar sind, für Wartung und Revision.

    4. Saubere Stossfugen

    Jede Stossfuge muss zu 100 Prozent geschlossen sein. Wir verkleben mit speziellem Kautschukkleber und prüfen jeden Anschluss visuell und mit Thermografiekamera.

    5. Witterungsschutz nicht vergessen

    Aussenliegende Leitungen brauchen zusätzlich eine Aluminium- oder Edelstahl-Ummantelung gegen UV und Niederschlag. Sonst altert die Dämmung in 5 bis 10 Jahren.

    6. Brandschutz prüfen

    In Technikzentralen gelten spezielle Brandschutzanforderungen. Wir kennen die VKF-Vorschriften und arbeiten mit zugelassenen Brandschutzdämmstoffen.

    7. Dokumentation

    Jedes Projekt wird mit Fotos, U-Wert-Berechnungen und Materialnachweisen dokumentiert. Das hilft bei Service, Wartung und Versicherungsnachweisen.

    Sie haben ein Industrie-Projekt? Mehr über unsere Industrie-Leistungen.

  • Wann lohnt sich eine Fassadendämmung wirklich?

    Wann lohnt sich eine Fassadendämmung wirklich?

    Die Fassadendämmung gehört zu den wirksamsten Massnahmen, um Energieverluste in Gebäuden zu reduzieren. Aber wann lohnt sie sich wirklich? Wir geben einen nüchternen Überblick aus 30 Jahren Praxis.

    1. Der U-Wert entscheidet

    Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied verloren geht. Eine unsanierte Aussenwand aus den 1970er-Jahren hat oft einen U-Wert um 1.0 bis 1.5 W/m²K. Nach einer fachgerechten Dämmung sinkt dieser Wert auf 0.15 bis 0.20 W/m²K – eine Reduktion um 80 bis 90 Prozent.

    2. Wirtschaftlichkeit

    Eine Fassadendämmung kostet in der Schweiz typischerweise 100 bis 200 CHF pro m². Bei einem Einfamilienhaus mit 150 m² Aussenwandfläche sind das 15’000 bis 30’000 CHF Investition. Die jährlichen Heizkostenersparnisse liegen bei 20 bis 40 Prozent, das ergibt eine Amortisationszeit von 8 bis 15 Jahren – ohne Fördergelder.

    3. Förderungen helfen

    Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen unterstützt Wärmedämmprojekte mit substanziellen Beiträgen. 2024 wurden 131 Mio. CHF für Wärmedämmung ausgezahlt. Im Kanton Zürich liegen die Beiträge bei 30 bis 70 CHF pro m² gedämmte Fläche.

    4. Wann lohnt es sich NICHT?

    Bei Gebäuden, die in den nächsten 10 Jahren ohnehin abgerissen oder grundlegend umgebaut werden, lohnt sich eine separate Dämmmassnahme oft nicht. Auch bei sehr gut gedämmten Neubauten ist eine zusätzliche Dämmung selten wirtschaftlich.

    5. Unser Tipp

    Lassen Sie zuerst eine GEAK-Beratung (Gebäudeenergieausweis der Kantone) durchführen. Dort sehen Sie die wirtschaftlichsten Massnahmen für Ihr Objekt im Überblick.

    Bei Fragen: Kontaktieren Sie uns – die Erstberatung ist kostenlos.